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CDU Neuenrade

CDU: Diskussion um Tempo-30-Zonen



07. Februar 2013

Süderländer Volksfreund   Von Udo Schnücker

„Müssen unsere Kinder schützen"

NEUENRADE • Antonius Wie-semann. Kommunalpolitiker, CDU-Ratsherr und Vize-Bür-germeister, will die Diskus¬sionen um die Beachtung von Tempo-30-Zonen nachhaltig forcieren und bei allen Neu- enradern mehr Verständnis wecken. Speziell will er die Situation vor Kindergärten in den Blickpunkt rücken und das Gespräch mit den Eltern suchen.
Wiesemann greift damit ein Thema auf, das besonders emotional diskutiert wird, wenn es um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegren¬zung vor Kindergärten geht. In der Debatte rücken dann nicht selten „Kindergarten- Mütter" in die Kritik, weil sie den Nachwuchs mit dem Auto chauffieren, dabei zu zügig unterwegs sind und den Kindergarten keinesfalls mit Tempo 30 ansteuern.


Diese Problematik sei be¬kannt. sagte Wiesemann un¬serer Zeitung. Es werde sich aber nichts ändern, solange nicht jeder bereit sei, zu-nächst „vor der eigenen Haustür zu fegen44, wenn es darum gehe, Tempo 30 auch einzuhalten. Der CDU-Ar¬beitskreis Bauen und Pla-nung werde daher das Ge¬spräch mit Eltern suchen, um auf die eigentlich bekannte Situation hinzuweisen. Er werde auch mit Nachdruck auf die Gefahren für die Kin¬der aufmerksam machen. Wortlich sagte der Kommu-nalpolitiker: „Hier geht es auch nicht vordergründig um Politik, es geht primär um die Sicherheit unserer Kinder. Wir müssen unsere Kinder schützen, jeder kann da hel¬fen aber jeder muss sich auch an die eigene Nase fassen.44
Tempo-30-Zonen in den Neuenrader Seitenstraßen und speziell vor Kindergärten seien nicht ausgewiesen wor¬den, um Autofahrer zu ner¬ven. Vielmehr diene Tempo 30 dem Schutz aller, aber ganz besonders dem Schutz der Jüngsten. Es sei doch auch ein großer Wider¬spruch, wenn Anwohner in Tempo-30-Zonen die Nicht-
CDU-Ratsherr Antonius Wiese¬mann will besonders das Ge¬spräch mit „Kindergarten-El- tern"suchen.
einhaltung anderer Verkehrs-teilnehmer kritisierten, mit dem eigenen Auto aber so et¬was wie „eigenes Recht44 schaffen würden, wenn sie schneller fahren. Allen Bür¬gern und ganz besondere El-tern komme große Vorbild-funktion zu. Gerade sie seien aufgefordert, die Tempo-30- Hinweise zu beachten und einzuhalten.
Die Stadt Neuenrade ver¬fügt derzeit über ein mobiles Messgerät, dass in Tempo-30- Zonen zeitlich begrenzt auf¬gestellt wird und dem Auto¬fahrer „Sie fahren Kilo-meter44 signalisiert. Wird die zulässige Geschwindigkeit nicht überschritten, lächelt ein freundlicher Smiley den Autofahrer an. Fährt der Ver-kehrsteilnehmer zu schnell, blickt er in ein trauriges Ge¬sicht.
CDU: Diskussion um Tempo-30-Zonen
Von Udo Schnücker

Ein zweites mobiles Messge¬rät mit weiteren Funktionen solle angeschafft werden, wenn der Neuenrader Haus¬halt genehmigt ist. Dieses könne nicht nur die Ge-schwindigkeit der Verkehrs-teilnehmer ermitteln. es kön¬ne auch die Anzahl der Auto¬fahrer feststellen, die zu schnell unterwegs waren. Diese Zahlen könnten dann als Grundlage für Geschwin¬digkeitsmessungen der Poli¬zei dienen.

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