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CDU Neuenrade

Windkraft: Peter Liese und Wolfgang Exler informieren sich über geplante Standorte



14. April 2012

Süderländer Volksfreund  „Haben wir eine Chance?"

Von Simone Benninghaus

 

ALTENAFFELN • „Wir wollen Windkraft nicht verhindern. Aber wenn hier einfach Windräder hingestellt werden sollen, die 200 Meter hoch sind, dann ist der Bogen überspannt." Altenaffelns Ortsvorsteher Andreas Wiesemann machte gestern Nachmittag deutlich, dass es die Dimensionen der Anlagen und die Vorgehensweise bei der möglichen Durchführung sind, die den Bürgern deutlich gegen den Strich gehen. Die Betroffenen hoffen jetzt auf prominente Hilfe.
Bei einem Ortstermin verschafften sich der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und CDU-Landtagskandidat Wolfgang Exler einen Überblick, wo die vier Riesenwindräder gebaut werden sollen und spürten dabei auch den Gegenwind der Bürger. Mehr als 40 Betroffene hatten sich gestern am frühen Nachmittag am Wanderparkplatz Birnbaum eingefunden.
Andreas Wiesemann gab zunächst einen Überblick, wo die Dortmunder Betreiberfirma die Windräder aufstellen möchte. Ortskundigen war schnell klar: „Die sind alle am Rand der Vorrangzone platziert. Da ist noch genügend Platz, um etwas dazwischen zu bauen."
Von Liese und Exler wollten die Betroffenen vor allem eines wissen: „Haben wir eine Chance, etwas zu ändern?" Bürgermeister Klaus Peter Sasse, der sich ebenso wie Affelns Ortsvorsteher Josef Hochstein und der Bauausschussvorsitzende Antonius Wiesemann eingefunden hatte, erläuterte noch einmal, was allen so bitter auf stößt: Die Planung an der Stadt vorbei und ohne eine Beteiligung der Öffentlichkeit. „Die Bürgerbeteiligung fehlt im gesamten Verfahren", kritisierte der Bürgermeister. Durch die Änderung des Bebauungsplans habe man in letzter Sekunde die Reißleine gezogen - vorerst.

Liese und Exler machten gestern klar, dass das Industrieland Deutschland zum Klimawandel beitragen müsse. „Auch wir in Südwestfalen müssen uns dem Thema Windenergie stellen", so Liese. Wichtig sei es aber, sinnvolle Kompromisse zu finden und ein vernünftiges Verhältnis zwischen Betreibern und Bürgern vor Ort, sagte der Europaabgeordnete aus Meschede. Dass so ein Verfahren ohne die Beteiligung der Bürger laufe, ist aus Sicht Lieses unverständlich. „In so einem Verfahren sollten beide Seiten geben und nehmen", sagte auch Wolfgang Exler. Beide versprachen, die Angelegenheit zu prüfen und gegebenenfalls auch Bundestagskollegen einzuschalten. Mit Interesse dürften die Anwohner jetzt der Vorstellung des Gutachtens entgegen sehen, das sich mit der Suche nach anderen möglichen Flächen zur Nutzung der Windenergie beschäftigt. Die Ergebnisse sollen am Mittwoch im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt werden.

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