TOP

 

CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Ortstermin



14. April 2012

DerWesten 

Bürger in Altenaffeln wollen beteiligt werden

Neuenrade.„Wir wollen als Stadt ganz einfach die Planungshoheit behalten - und die Bürger wollen selbstverständlich an solchen Verfahren beteiligt werden" , Bürgermeister Klaus Peter Sasse brauchte es gestern Nachmittag bei einem Ortstermin zum Thema „Windkraftanlagen Altenaffeln" auf den Punkt.

Die CDU hatte zu einer Informationsrunde eingeladen, sich, weil man nichts unversucht lassen sollte, „politische Verstärkung" bestellt: aus dem Landtag Wolfgang Exler (am 13. Mai wieder Kandidat) und den CDU-Europaabgeordneten Dr. Peter Liese.

Die beiden kamen zunächst mit 30 Minuten Verspätung, ließen sich dann über den aktuellen Stand der geplanten Maßnahme sowie die vorgesehenen Standorte der 200 Meter hohen „Riesen-Räder" von Ortsvorsteher Andreas Wiesemann und Bürgermeister Klaus Peter Sasse informieren.

Anhand von Karten zeigte Wiesemann, wo die Anlagen geplant sind, als dann gestern auch noch die Sonne zwischen den Wolkenlücken blicken ließ, konnte man erahnen, welche Schatten die Ungetüme gerade in Richtung Altenaffeln werfen können.

 

Grundsätzlich, das hörte man gestern von Politikern und Bürgern, steht man der Energiewende positiv gegenüber, dafür die Vorrangzone mit Höhenbegrenzung. Verärgert sind aber alle darüber, dass ohne Bürgerbeteiligung diese alte Rechtslage jetzt einfach ungültig sein soll, der Bürger nicht mehr gefragt wird.
Experten rechnen mit dem Klageweg

Deswegen ist die Stadt jetzt auch „kurz vor Toreschluss" den Weg mit der Bebauungsplan-Aufstellung gegangen, erklärte Sasse, verbunden mit der Rückstellung des Antrages der Firma „sowi solar Dortmund", die die Windräder in Altenaffeln bauen will.

Wie geht es weiter?„Der Antrag auf Zurückstellung, wie es der Rat der Stadt Neuenrade beschlossen hat, wurde an den Antragsteller der Windkrafträder, „sowi wind und solar" weitergeleitet, bis Ende des Monats hat das Unternehmen für eine Stellungnahme Zeit", so die Auskunft von Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises auf WR-Anfrage zum aktuellen Stand.

Wie man hört, wird der Kreis, unabhängig davon, wie das Unternehmen diesen Beschluss wertet, dem Antrag des Rates aber wohl folgen und den Bauantrag zurückstellen. Nach Meinung von Experten müsse man in solch einem Fall damit rechnen, dass der Antragsteller den Klageweg – gegen den Märkischen Kreis – beschreiten wird.

Das Thema Windenergieanlagen steht am Mittwoch, 18. April, auch auf der Tagesordnung im Bau- und Planungsausschuss, es werden neue Vorrangzonen vorgestellt.

Dieter Linde

Zurück zur Übersicht aller Artikel