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CDU Neuenrade

Junge Leute wollen Neuenrade verbessern



26. Februar 2012


Süderländer Volksfreund  Arbeitskreis der Jungen Union verteilt rote und grüne Rahmen / „Positiv provozieren, aber auch loben“

NEUENRADE ▪ „Positiv provozieren, aber auch loben“ - unter diesem Leitsatz steht der Arbeitskreis „Roter Rahmen“, ein Ableger der Jungen Union. „Wir als junge Leute haben uns Gedanken gemacht, was bezüglich der Infrastruktur besser gemacht werden könnte – und was gut ist“, erklärte Vorsitzender Sebastian Holub im Zuge der Sitzung am Dienstagabend im Kaisergarten.

Dinge und Orte, zum Beispiel Wahrzeichen, die dem Arbeitskreis gefallen, bekommen einen grünen Rahmen, mit dem Positives verbunden werden soll. Was einen roten Rahmen erhält, sei verbesserungswürdig. Ideologisch habe das wenig Relevanz, betonte die Junge Union: „Wir wollen als junge Menschen kritisch, mit offenen Augen durch unsere Stadt gehen", sagte Sebastian Holub dazu. Auch eine Streuung schließt der „Rote Rahmen" nicht aus: Anderen jungen Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform zu geben, sei ein ausdrückliches Ziel. Denn gerade die Generation der 16- bis 30-Jährigen habe im Gegensatz zu den älteren Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Rat der Stadt einbringen könnten, kaum eine Chance, ihre Meinung kund zu tun. Deshalb wollen die jungen Leute in den nächsten Wochen immer wieder durch die Stadt und ihre Stadtteile ziehen, um zu schauen, wo sich grüne und rote Rahmen ergeben. Eine Möglichkeit des Austausches von Ideen soll die Facebook-Seite der JU Neuenrade darstellen. „Wir freuen uns über gute Ideen. Einfach ein Foto mit kurzem Kommentar posten", so die Initiatoren des Projektes. Dabei könne jeder mitmachen, nicht bloß Mitglieder der Jungen Union des „Roten Rahmens".

„Einen roten Rahmen erhält unserer Meinung nach das Gut Berentrop", erklärt JU-Mitglied Henrik Ulitzka. Dieser Ort sei für die Stadtgeschichte unabkömmlich. Hier müssten sich laut Ansicht des Arbeitskreises die öffentliche Hand und Besitzer dringend Gedanken machen, wie man diesen Ort wieder herrichten könne.

Ein würdiger Kandidat für einen grünen Rahmen ist bereits gefunden: Der Kohlberg. „Er ist ein Kulturgut ersten Ranges, ein Wahrzeichen", betonte Holub. Dort seien viele Ideen entstanden und verwirklicht worden, vom Trimm-Dich-Pfad über Toro-X bis hin zum Wintersportbetrieb und dem Babywald. Daher ist er ein Beispiel für erfolgreich umgesetzte Stadtentwicklung.

Seit Ende September 2011 beschäftigen sich rund ein Dutzend junge Neuenrader mit dieser Operation. Sie wollen sich dann auch politisch für die Verbesserungen einsetzen. Die Grundidee basiert auf dem Projekt „100 Bananen für das Ruhrgebiet" von Thomas Baumgärtel. „Den Einfall fanden wir einfach gut", lobte Holub im Sinne der Anwesenden. Baumgärtel, auch bekannt als der „Bananensprayer", machte die gelbe Pflanze so nicht nur zu seinem eigenen Markenzeichen. Viele Museen, Ateliers und Galerien freuen sich über das nicht ganz offizielle Gütesiegel – anderen Einrichtungen im Ruhrgebiet stinkt hingegen bereits das noch frische Obstprädikat.

▪ Annette Kemper

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