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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Gut besuchter Vortrag der CDU Senioren Union



12. Januar 2012


„Demenz geht uns alle an".

 

Die erste Veranstaltung des neuen Jahres der CDU Senioren Union befasste sich mit dem Thema ‚Demographische Entwicklung und Demenz'. Die Vorsitzende der Senioren Union, Frau Renate Overhues, begrüßte die mehr als 40 Anwesenden und insbesondere die Referentin, Frau Margret Vitz.
„Das Thema Demenz", so Vitz, geht uns alle an.
Als Lern- und Gedächtnistrainerin habe sie sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und konnte zunächst einmal eingehen auf die demographischen Auswirkungen dieser Krankheit. Da die Bevölkerungszahl der Älteren immer mehr wachse, sei davon auszugehen, dass auch die Demenzerkrankung immer häufiger auftrete. Sofern es keinen Durchbruch in der Forschung gebe, könne sich die Krankenzahl von heut (1,3 Mio.) bis zum Jahr 2 050 auf etwas 2,6 Millionen erhöhen. Vitz erklärte die verschiedensten Formen der Demenz, ging aber in ihren Ausführungen intensiv auf die Alzheimer-Krankheit ein.
Die Risiken der Erkrankung seien zwar auch im Bereich der Gene zu finden, doch niedriges Bildungsniveau, wenig Sozialkontakte, geringes Aktivitätsniveau sowie längere Bewusstlosigkeit und Alkohol- und Nikotinmissbrauch würden dazu gehören.

Da die Gehirnzellen durch die Überlagerung von so genannten Plaques immer mehr absterben, seien unter anderem oft die Sprache sowie verschiedenen Körperfunktonen eingeschränkt. Auch Angst und Depressionen könnten auftreten, sowie eine große Unruhe und Orientierungslosigkeit. Das Wesen des Kranken könne sich verändern durch verstärkte Aggressionen.
Die Diagnose zu stellen, sei für die Ärzte oft nicht einfach, da umfangreiche Untersuchungen mit Hilfe eines Spezialisten erforderlich seien. Medikamente würden zwar vorübergehend die Krankheit hinauszögern, könnten aber letztlich (noch) nicht verhindern, dass die Krankheit weiter fortschreite.

Vitz benannte in ihren Ausführungen bestimmte Therapien für die Erkrankten und Vorbeugemaßnahmen. Dieses seien ihrerseits aber nur Empfehlungen, aber mit dem Arzt oder Apotheker abzusprechen seien.
Als Gedächtnistrainerin plädiere sie für tägliche Gehirnübungen sowie viel Bewegung, bestimmte Ernährungsweisen und Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte.
Einen Teil des Vortrages machte das Thema pflegende Angehörige aus, die bei der Demenzerkrankung einen 36 Stunden-Tag zu leisten hätten, sowie in diesem Zusammenhang das neue seit dem 1. Januar 2012 geltende Familienpflegezeitgesetz. Nach diesem Gesetz könnten Arbeitnehmer in Abstimmung mit dem Arbeitgeber für die Dauer von zwei Jahren von Voll- auf Teilzeit wechseln.

Der Beifall der Teilnehmer zeigte, dass dieses Thema den Nerv der Senioren traf.

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