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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Thema Sicherheit wird von den Bürgern heiß diskutiert



28. November 2012

DerWesten 

Neuenrade.

Vermehrt Einbrüche in Geschäfte und Wohnungen, fehlende Polizeipräsenz und ein steigendes Unsicherheitsgefühl der Bürger hat den politischen Raum erreicht. Auch die Neuenrader CDU ist besorgt, dass die Hönnestadt zunehmend ins Visier von Einbrechern rückt. „Das kann so nicht weitergehen“ bekundeten gestern CDU-Ortsvorsitzender Torsten Schneider und Fraktionschef Mark Hantelmann vor die Presse ihren Unmut.

Torsten Schneider und Mark Hantelmann (CDU) haben sich mit Betroffenen von Einbrüchen - unter anderem Lotto-Geschäft bei Anja Gerster Schwarzer - über das Thema unterhalten.Foto: Udo Schnuecker

Viele Bürger haben die Kommunalpolitiker angesprochen und aufgefordert, tätig zu werden. Eine Meinungsäußerung, der sie sich nicht verschließen wollen, zumal es neben der Einbruchsserie (Schmuckwaren, Lottoladen, Imbiss, Elektroladen) auch eine Körperverletzung (Lange Gasse) gemeldet wurde. Erste Gespräche haben stattgefunden, die Polizei habe signalisiert (und umgesetzt), dass in Neuenrade während der Nachtstunden ein stärkerer Streifendienst stattfindet. Im Ergebnis sei das aber zu wenig, so die Politiker. Erschreckend sei die Anzahl der Geschäftseinbrüche auf der Ersten Straße. Selbst auf der auch in den Nachtstunden viel befahrenen B 229 werden Täter von ihren Einbrüchen nicht abgehalten, offenbar in dem Wissen, dass selbst nach einer Alarmierung der Streifenwagen der Polizei zu viel Zeit benötigen, um vor Ort zu sein und die Täter zu stellen.

Probleme mit der Versicherung

Die Einbruchsserie stellt den betroffenen Einzelhandel vor Probleme, da die Versicherungen im Wiederholungsfall mehr Auflagen zum Thema Sicherheit verlangen.

Gleichwohl ist bekannt, dass die Polizei landesweit unter zu wenig Personal klagt. Ein Novum, das auch in Neuenrade spürbar ist. So ist die örtliche Polizeiwache seit vergangenen August verweist: Einer der beiden Polizisten ist in den Ruhestand getreten, der andere beklagt gesundheitliche Probleme. Im Neuenrader Rat will die Union heute das Thema Sicherheit zur Sprache bringen, die Sozialdemokraten befassten sich gestern Abend mit dem gleichen Thema. Gewünscht wird ein Einvernehmen der im Rat vertretenen Parteien und die Frage, was von Seiten der Stadt zum Thema Sicherheit beigesteuert werden kann. Auch Landrat Gemke, Dienstvorgesetzter der Polizei soll ins Thema mit einbezogen werden, ebenso wird erhofft, auf einer Bürgerversammlung mit einem Polizeiexperten ins Gespräch zu kommen, um Rat und Hilfe zu erhalten. In die Überlegungen zum Thema Sicherheit soll natürlich auch der örtliche Einzelhandel mit eingebunden werden.

Keine Bürgerwehr geplant

Deutlich machten die CDU-Kommunalpolitiker, dass sie keineswegs eine Art „Bürgerwehr“ ins Leben rufen wollen, vielmehr sei es Sache der Polizei, in einem Rechtsstaat für Ruhe und Ordnung zu sorgen: „Darauf haben die Bürger einen Anspruch, sie zahlen dafür auch Steuern“ lautet die CDU-Forderung. Es könne auch kein Argument sein, dass fehlende Polizeipräsenz mit immer weniger Kräften erklärt werde.

Von Udo Schnücker

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