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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Familienzentrum Neuenrade



21. März 2011

Die Leiterin des Evanelischen. Kindergartens Hummelnest mit integriertem Familienzentrum  Danny Bexten, referierte vor über 20 Mitgliedern der CDU Senioren Union Neuenrade über die Einrichtung und die Aufgaben des Kindergartens von heute.

Zunächst ging Danny Bexten auf die Veränderungen in der Pädagogik und damit auch in der Aufgabenstellung des Kindergartens ein. Früher sei der Kindergarten mehrfach fast ausschließlich ein Betreuungsort gewesen, während heute der Schwerpunkt auf das frühe Lernen gelegt würde sowie auf das Eingehen und die Förderung der Persönlichkeitsentwick lung jedes einzelnen  Kindes. Da auch die Familienstrukturen sich entscheidend verändert hätten,  sei die Einrichtung  von Familienzentren notwendig und ihnen würde eine besondere Bedeutung zufallen.  Die Eltern seien meistens Doppelverdiener und damit einhergehend ein Zeitmangel. Auch die  Medien würden einen großen Einfluss auf die Familien ausüben.

Während heute die Kinder im Gegensatz zu früher bereits mit fünfeinhalb Jahren eingeschult würden, nähme die Sprachförderung im Kindergarten eine vorrangige Stellung ein.

Danny Bexten sprach vom Scheibenblick der Kinder, damit gemeint sei das Fernsehen, der Computer und die vermehrte Tilnahme am Verkehr und damit der Blick durch das Autofenster mit den vielen unterschiedlichen Eindrücken. Das freie Spielen und die Bewegung im Freien seien hintergründig geworden, weil die Bewegung den Kindern in verschiedenen Vereinen geboten würde.

Das das Wissen über die Entwicklung der Kinder stetig steige, könne man heute eher auf Defizite und Auffälligkeiten der Kinder eingehen, wie z.B. Motorik, soziales Verhalten und ganz besonders auf fehlende und mangelnde Sprachkenntnisse, wovon ein beachtlicher Teil der Kinder betroffen sei.

Hier sei der frühe Test über Sprachkenntnisse der Kinder im Alter von 4 Jahren eine Erkennungsmöglichkeit.  Bei dieser Gelegenheit erwähnte die Kindergartenleiterin die gute Zusammenarbeit mit den Schulen und der Integrationsbeauftragten. Die Mütter der Kinder mit Migrationshintergrund würden in der Regel keine Deutschkenntnisse besitzen, seien aber an der Förderung ihrer Kinder sehr interessiert und würden für die sie das Beste wollen.

 

Da heute fast 90 % der Mütter berufstätig seien, sei eine Ganztagsbetreuung besonders gefragt, deswegen sei der Kindergarten von 7.15 – 17.00 Uhr flexiibel in der Betreuung. Das Familienzentrum gebe auch Erziehungshilfe, weil in keiner anderen Einrichtung als die des Kindergartens der Kontakt zu den Eltern so intensiv sei. Durch diesen Kontakt entstehe ein  Vertrauensverhältnis, was in der Erziehungshilfe von besonderer Bedeutung sein könne.

Das Netzwerk Kindergarten, Familienzentrum, Schulen, Jugendamt, Kinderförderstelle, Integrationsbeauftragte, Erziehungsberatung, Logopäden sei in Neuenrade vorbildlich und die gute Zusammenarbeit sei besonders hervorzuheben.

 

Das Neuenrader Familienzentrum konzentriere sich auf folgende Schwerpunkte, in denen die Mitarbeiter speziell ausgebildet seien. Dabei lobte Danny Bexten die gute Zusammenarbeit ihres Teams. Dieses Lob nahm die anwesende Erzieherin Diana Dickel für die anderen Mitarbeiter gerne entgegen.

Die Schwerpunkte seien individuelle Förderung, interkulturelle Kontakte, Bewegungsförderung wie Walderfahrung, Schwimmen, Besuch der Turnhallen, ferner die Betreuung behinderter Kinder sowie die Elternarbeit. Diese finde in Form von Elterntreffen, Väteraktionen, Eltern-Kind-Gruppen, Vermittlung und Zusammenarbeit mit Förderstellen statt.

 

Besonderen Wert lege man auch auf die Öffentlichkeitsarbeit, um das Familienzentrum als Anlaufstelle für Eltern bekannt zu machen. Mit den Kindern besuche man öffentliche Einrichtungen, um ihnen das Gefühl zu geben, sei seien ein Teil von Neuenrade.

 

Mit dem Referat haben die CDU Senioren ein Thema ausgewählt, welches das Verständnis der älteren Generation für die heutigen Probleme der jungen Familien stärken sollte.

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