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CDU Neuenrade

Gasbohrungen: Klinke fordert Klarheit und warnt vor Panik. Bürgerprotest



13. Februar 2011

Süderländer Volksfreund  CDU fordert Information

NEUENRADE • „Die Meldungen über eventuell geplante Bohrungen nach Gas in Nordrhein-Westfalen haben in der Bevölkerung verständlicherweise zu Unruhe und Verunsicherung geführt", heißt es in einem offenen Brief des CDU-Fraktionsvorsitzen Alexander Klinke an Neuenrades Bürgermeister Klaus Peter Sasse. Anlass sind die derzeitigen Meldungen über möglicherweise geplante Erdgasbohrungen auf Stadtgebiet (wir berichteten). „Neuenrade ist zwar Teil des Förderfeldes Ruhr, dennoch ist es aus unserer Sicht sehr unwahrscheinlich, dass tatsächlich in Neuenrade nach Gas gesucht wird, zumal etwa die Hälfte von ganz NRW zum Erlaubnisfeld erklärt wurde", erklärt Klinke weiter. Daher mache es für den Fraktionsvorsitzenden derzeit wenig Sinn Bürgerinitiativen zu gründen. Natürlich gebe es in solch einer Situation viele Spekulationen. „Wir bitten daher die Verwaltung, in Gesprächen mit allen zuständigen Stellen kurzfristig möglichst eindeutige Informationen einzuholen, damit eine sachliche und umfassende Behandlung des Themas möglich ist", fordert die CDU. Auf jeden Fall müssten absolute Transparenz und umfassende Bürgerbeteiligung gewährleistet sein. Das Problem bestehe darin, dass die Stadt juristisch keinerlei Mitspracherecht habe, aber Klinke erwarte insbesondere von der Landesregierung umfassende und klare Informationen zum Stand des Verfahrens. „Alle Aktivitäten mit negativen Folgen für die Umwelt müssen selbstverständlich restlos ausgeschlossen sein", heißt es in dem Brief weiter. Dennoch betonte Alexander Klinke, dass er es für äußerst unwahrscheinlich halte, dass in Neuenrade tatsächlich gebohrt würde: „Riesen Fördertürme auf dem Kohlberg wird es nicht geben." Man müsse jedoch bedenken, dass auch Bohrungen in Nachbarstädten und Gemeinden Neuenrade beeinflussen würden.


Bisher verteilte das Land NRW jedoch nur die Rechte. Die Bergbauunternehmen haben sich möglichst große zusammenhängende Flächen gesichert. Nach Auskunft durch Bezirksregierung und Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises seien noch keinerlei Anträge für Sondierungen eingegangen. Auch hier geht man davon aus, dass Bohrungen in Neuenrade äußerst unwahrscheinlich seien. Ganz anders sieht das die Neuenraderin Bettina Griesenbruch. „Bereits die Vergabe der Claims ist besorgniserregend, dagegen muss etwas geschehen. Solche Bohrungen sind mit einem bisher unbekannten Risiko verbunden" mahnt sie. Und sie lädt daher für Freitag, um 19 Uhr in die Gaststätte Zur Eule. Dort soll sich dann eine Bürgerinitiative gründen. „Alternativ wäre es möglich, sich Initiativen aus dem Münsterland anzuschließen", erklärt sie. Zu denen habe sie bereits Kontakt aufgenommen.
Damit die Verunsicherung nicht noch mehr wächst fordert Klinke den Bürgermeister auf, den Stadtrat und die Bevölkerung möglichst zeitnah in einer der nächsten Sitzungen über die Bohrungen zu informieren. • Im

 


 

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