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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Kurzweiliger Vortrag von Prof. Dr. Wulff bei CDU Neuenrade zum demografischen Wandel - Unterstützung für Wolfgang Exler



19. April 2010

Über Opern-Liebe zur Literatur - von Dieter Linde

Neuenrade. Als Pennäler, da hatte er sich unsterblich in die Schauspielerin Antje Weisgerber verliebt – viel später aus der Fernsehserie „Der Landarzt" einem breiten Publikum bekanntgeworden - , bekannte Prof. Dr. Otto Wulff am Mittwochabend im „Kaisergarten" in Neuenrade, kein spätes Outing eines bekannten Politikers, sondern mit solchen Zwischenbemerkungen lockerte er einen kurzweiligen Vortrag mehrfach auf.

Natürlich bekannte der 77-jährige Bundesvorsitzende der Senioren Union gleich zu Beginn, dass er auch den Weg nach Neuenrade, in seinem ehemaligen Wahlkreis gemacht hat, um den CDU-Landtagskandidaten Wolfgang Exler den Rücken zu stärken. Er forderte die Mitglieder auf, mit „noch mehr Mut" den Landtagswahlkampf zu führen, sie sollen offensiv die Politik der Union vertreten.

Und direkt zu Exler: „Glückauf-wir helfen!"

 

 


Im Mittelpunkt seiner Ausführungen die Probleme, die im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel auf uns zukommen. Er nannte als Beispiel: „Zurzeit haben wir zwei Millionen Pflegebedürftige, 2050 werden das bei immer höherer Lebenserwartung sechs Millionen sein!

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete (1969 - 1990) erinnerte an Zeiten, als Deutschland in Wissenschaft und Forschung führend war, zahlreiche Nobelpreisträger stellte. Oder als unter CDU-Führung die soziale Marktwirtschaft durchgesetzt wurde. Die Wirtschaftskraft in unserem Land müsse wieder gestärkt werden. Wulff: „Was wir jetzt brauchen, das sind Politiker, die uns Lösungen anbieten, keine Entertainer in abendlichen Talkrunden!"

Er stellte zwei Bereiche heraus, die nach seiner Meinung besonders angepackt werden müssen. Ganz vorn bei ihm steht die Bildung, Begriffe wie „Leistung" und „Lernen" müssten in unserer Gesellschaft attraktiver gemacht werden. Mit Schule fange „nicht der Ernst des Lebens" an, sondern „Schule macht Spaß", so Wulff. Offen sprach er Probleme an, wie mangelnde Deutschkenntnisse bei Schülern mit Migrationshintergrund. Wulff bekannte sich deutlich zum dreigliedrigen Schulsystem (Forderung der NRW-CDU), wollte aber „sinnvolle Experimente" nicht ausschließen.
Bessere Bildung setzt voraus, dass es auch genügend Kinder gibt, die man ausbilden kann.

Wanderfreund Prof. Dr. Otto Wulff brachte die Sache mit einem anderen Satz auf den Punkt: „Wenn ich spazieren gehe, würde ich gern wieder mehr Menschen mit Kindern an den Händen sehen, statt mit Hundeleinen!" Bildung und Weiterbildung ist für Prof. Dr. Otto Wulff in jedem Lebensalter wichtig. Ältere Arbeitnehmer in den vorzeitigen Ruhestand zuschicken, sei der falsche Weg, was viele Unternehmer erkannt hätten. Einmal erworbenes Wissen im Berufsleben reiche aber für nur immer kürzere Zeiträume, wer zehn Jahre raus ist aus dem Beruf (Mutterschaftsurlaub), hat es schwer. Bildung, das müsse auch Spaß machen. Pädagogik habe viel mit Motivation zu tun.

Und da ist wieder das Beispiel aus der Jugend von Prof. Dr. Wulff. Literatur die habe er erst richtig verstanden, die hat ihm erst richtig Spaß gemacht nach einem Theaterbesuch. In Recklinghausen, da wurde Schillers „Don Carlos" aufgeführt, mit Antje Weisgerber in der Rolle der Königin, davon schwärmt Wulff noch heute...!


SV 16.4.
Ein Blick m die Zukunft

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff, spricht über die Herausforderungen in Deutschland

NEUENRADE • Mit Blick auf den demografischen Wandel wird die ältere Generation in Zukunft zwangsläufig in den Fokus rücken. Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Seniorenunion der CDU Deutschlands, sprach am Mittwochabend auf Einladung der CDU Neuenrade im Kaisergarten.

Wer könnte besser über die Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte sprechen, als ein Politiker, der selbst schon zur „silbergrauen" Generation zählt. Zu Beginn seiner emotional geführten Rede betonte Wulff, dass er den anwesenden CDU-Landtagskandidaten Wolfgang Exler bei seinen Bemühungen nach Kräften unterstützen werde. Anschließend stieg der in Hennen geborene Bundesvorsitzende in die Thematik des Abends ein und machte seine Standpunkte unmissverständlich deutlich.

„Wie werden wir mit den Herausforderungen der Zukunft fertig", stellte Wulff fragend in den Raum und gab postwendend einige Antworten. Der Leistungs- beziehungsweise Bildungsgedanke müsse in der Gesellschaft wieder in den Vordergrund rücken. Ohne Bildung keine Zukunft, lautet seine Prophezeiung. Weil auf dem Arbeitsmarkt die einfachen Jobs zusehends zurückgehen, die Zahl der qualifizierten Stellen aber steigen werde, sei ein hohes Maß an Bildung Grundvoraussetzung, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Zudem betonte Wulff, dass vor allem Kinder in den Mittelpunkt des Lebens gerückt werden müssen. Es habe sich in Deutschland ein falsches Verhältnis zum eigenen Nachwuchs entwickelt. Das müsse dringend korrigiert werden drückte sich Otto Wulff aus. - maj

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