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Minister Lienenkämper zu Gast in Neuenrade



08. April 2010

SV 06.04.10 - von Susanne Riedl - NEUENRADE ▪ Ein wenig Ironie schwang am Dienstagvormittag mit, als Minister Lutz Lienenkämper nicht pünktlich zu seinem Besuchstermin im Neuenrader Rathaus eintraf – dem Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen war der Weg im wahrsten Sinne des Wortes versperrt.

Das Navigationssystem seines Dienstwagens leitete den Minister von der B 236 direkt vor die Absperrbaken eingangs der L 656. Hier, am Eingang zur Höllmecke, war erstmal Schluss.

Vor der Höllmecke war Schluss

So war das erste Gesprächsthema im Kreis von Bürgermeister Klaus Peter Sasse, Bauamtsleiter Marcus Henninger, dem Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschuss Antonius Wiesemann sowie dem Landtagsabgeordneten Hubert Schulte und dem CDU-Landtagskandidaten Wolfgang Exler schnell gefunden. „Die Straße ist hin", brachte es Sasse auf den Punkt. Exler betonte, dass diese Verbindung für den Verkehr wichtig sei, auch wenn schon seit einiger Zeit keine Lastwagen die Route mehr befahren dürfen. „Es gibt eine riesig lange Liste von Straßen, die seit Jahren nicht in Ordnung sind", weiß Lienenkämper.

Prioritätenliste erarbeiten

Deshalb werde eine Prioritätenliste erstellt, auf der die Straßen nach ihrer Bedeutung im Verkehrsnetz, ihrer Schwere der Schäden und ihrer Frequentierung sortiert sind. „Es geht leider nicht anders als über abstrakte Kriterien", erklärte der Minister, da jede Stadt im Land vor ähnlichen Problemen stehe. „Hier haben wir aber einen Bereich, in dem nicht gespart, sondern draufgesattelt wird", hob Linienkämper dieses positive Zeichen aus Düsseldorf hervor. Von ehemals 40 Millionen Euro seien etwa 80 Millionen Euro an Erhaltungsaufwendung für Straßen in den Haushalt des Landes eingestellt worden. „Wir versuchen, das auf diesem hohen Niveau zu halten." Zudem gehe der Erhalt der Straßen einem Neubau immer vor.

 

Bürgermeister Sasse sprach Umgehungsstraße an

Bürgermeister Sasse nutzte den Besuch des Ministers aber nicht nur dazu, ihm städtische Anliegen mit auf den Weg zu geben, sondern auch, um sich beispielsweise für die schnelle Bearbeitung in Sachen Umgehungsstraße/B 229n zu bedanken. Das Ministerium habe hier zügig gehandelt, unterstrich das Stadtoberhaupt. Das Planungsfeststellungsverfahren solle noch in diesem Jahr erfolgen, erklärte Lienenkämper. „Das ist eine wichtige Straße." Bis zum endgültigen Startschuss wird es aber noch einige Zeit dauern. In diesem oder nächsten Jahr, so der Minister, passiere allerdings noch nichts. Anders sieht das beim geplanten Kreisverkehr auf der B 229/Bahnhofstraße aus – Bauamtsleiter Henninger sprach von planmäßigen Abläufen; der Kreisel werde dieses Jahr gebaut.

Restaurierung der Eisenbahnbrücke im Friedrichstal

Im Zuge des Ausbaus der K 12 zwischen Neuenrade und Garbeck könnte auch die Eisenbahnbrücke im Friedrichstal restauriert werden. Lienenkämper berichtete dazu, dass hier allerdings der Kreis beziehungsweise die Bahn Bauherr sei. „Unsere Gelder stehen aber schon zur Verfügung. Von uns aus könnte es los gehen", signalisierte er.

Anschluss an Regionale-Projekt „Ruhr-Radweg"

Abschließend gab Lienenkämper den Hinweis, den von der Stadt Neuenrade geplanten Anschluss an den Ruhr-Radweg in die Regionale einzubinden. Das sei möglich, da es sich hier um ein überregionales Projekt handelt. „Das wäre ein großer Wurf", so Lienenkämper, der zudem herausstellte: „Die Regionale genießt Vorrang in der Förderung". ▪ Susanne Riedl

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