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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

250 Euro für kleine und doch so wichtige Wünsche



14. Januar 2010

Süderländer Volksfreund  CDU-Frauen spenden den Erlös ihres traditionellen Trödelbasars jährlich an das Kohlberghaus. Nicht jeder kennt die Einrichtung. Rund 70 Menschen leben dort - Von Lisa Weber


NEUENRADE • Den Kohlberglift, den kennt fast jeder. Nicht weit davon entfernt steht das Kohlberghaus das kennt nicht jeder. „Es gibt immer noch Leute, die nicht wissen, was es mit diesem Haus auf sich hat", sagte Waltraud Schulte. Gestern war die Vorsitzende der CDU Frauen zusammen mit Renate Drangmeister und Ruth Sange zu Gast in der Pflegeeinrichtung. Und sie hatten etwas mitgebracht: Nämlich 250 Euro in Bar - dem Erlös aus dem traditionellen Trödelbasar. „Ich bin einfach nur begeistert", freute sich Inhaber Jörg-Märtin Ihde über die Spende. Schon seit mehr als zehn Jahren kommen die CDU Frauen einmal im Jahr zu Besuch.

 

 

Ihde: „Sie bleiben uns treu, dafür sind wir unheimlich dankbar " Mit den 250 Euro sollen den Bewohnern kleine Wünsche erfüllt werden. Eben Dinge, die sonst nicht möglich wären. Zum Beispiel ein Zoobesuch oder ein paar Stunden im Schwimmbad. Zwar bekommen die Menschen im Kohlberghaus ein „Taschengeld", davon müssen sie allerdings auch anteilig ihre Medikament zahlen - viel übrig bleibt da nicht. „Es ist toll, dass wir mit verhältnismäßig wenig, Geld so viel erreichen können", meinte Waltraud Schulte. Sie sei jedes auf's neue berührt, wenn sie durch die Einrichtung gehe.
Das Kohlberghaus liegt inmitten des Naturschutzparks Homert. Zur Zeit wohnen rund 60 Menschen im Alter von 30 bis 66 Jahren dort - verteilt auf fünf verschiedene Wohnbereiche. Es gibt offene, aber auch geschlossene Etagen. Jörg-Martin Ihde und sein Team bieten den pflegebedürftigen Bewohnern mit psychischen und geistigen Behinderungen verschiedene Trainingsmaßnahmen an: Von der Arbeitstherapie, über Beschäftigungstherapie bis hin zu Gymnastik oder Arbeiten im Garten. „Menschen, die über mehrere Jahre hinweg im geschlossenen Wohnbereich lebten, machen teilweise so große Fortschritte, dass wir sie irgendwann entlassen können", erklärte der Inhaber. Das seien dann immer die ganz besonderen Momente - jene Momente, die ihn und seine Kollegen für ihre Arbeit entlohnen.

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