TOP

 

CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

CDU-Senioren-Union auf dem Dach der Firma Klinke



10. Juli 2009

Es waren 45 CDU Senioren, die am Mittwochvormittag durch das Büro des Firmeninhabers Alexander Klinke direkt auf das Dach der Produktionshalle stiegen. Der erste Blick fiel auf eine bepflanzte, blühende Dachfläche in Richtung  Bundesstraße. Danach stand man direkt vor insgesamt 500 m² Solarzellen mit einer Kapazität von 64 KWH. Der Rundblick über das Industriegebiet bei bestem Wetter war besonders beeindruckend.
Von hier aus erklärte Alexander Klinke den Besuchern das Prinzip der Geothermie. Auf der Wiese zur Bundesstraße wird aus 50 Bohrlöchern aus einer Tiefe von 100 m ganzjährlich Wasser mit einer Temperatur von 16 C entnommen und hauptsächlich über die Hallenlüftung zur Kühlung verwendet, da die vielen Produktionsaggregate mehr Wärme abgeben als die Mitarbeiter vertragen können. Der aus den Solarzellen gewonnene Strom deckt den Eigenbedarf für die Erdwärmeanlagen.
Durch die vor zwei Jahren erfolgte Umstellung der gesamten Kälte- und Wärmeversorgung auf Geothermie (Erdwärme) ist der Verbrauch von fossilen Brennstoffen sehr gering. Dadurch wird ein jährlicher Ausstoß von 250.000 kg schädlichem  Kohlendioxid (CO2) vermieden.
Die im Jahre 1847 gegründete Firma Julius Klinke fertigte zunächst Klavierbestandteile, die heute als Traditionsprodukt immerhin noch ca. 10 % der Fertigung ausmachen. Seit dem 1. Weltkrieg erfolgte schrittweise eine Umstellung auf die Fertigung von Präzisionsdrehteilen in Europa. Mit 150 Mitarbeitern werden heute auf 8000 m² Fläche monatlich ca. 150 t präziser Drehteile gefertig.
Auf die Frage nach der momentanen, konjunkturellen Situation erklärte Alexander Klinke den Besuchern, dass man durch die Finanzkrise natürlich auch massive Einbrüche im Auftragseingang habe. Durch die Einrichtung von Zeitkonten und Versetzung einzelner Mitarbeiter in besser beschäftigte Betriebsteile und diverse organisatorische Maßnahmen konnte bisher aber sichergestellt werden, dass alle Mitarbeiter weiterhin mindestens die tarifliche Arbeitszeit beschäftig sind und so keine Verdiensteinbußen haben. So will man, wie Herr Klinke berichtete, der Belegschaft möglichst große Sicherheit geben. Wenn die Beschäftigungslage wieder besser wird, sollen die jetzt bezahlten, aber noch nicht gearbeiteten Stunden, nachgeholt werden.
Dass die Krise auch im Märkischen Kreis angekommen sei, so die heimische Bundestagskandidatin Christel Voßbeck-Kayser, die an der Besichtigung teilnahm, zeige die zunehmende Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Dieses und auch die dadurch wegbrechenden Steuereinnahmen sind Themen, mit denen sich die heimische Politik stellen müsse. „Dennoch glaube ich an eine Bewältigung der Krise. Ein Zeichen dafür ist, dass unsere mittelständischen, familiengeführten Unternehmen ihre Mitarbeiter mit dem Kurzarbeitermodell halten in der Gewissheit, ihre qualifizierten Mitarbeiter in bald wieder besseren wirtschaftliche Zeiten einzusetzen.“ Deshalb gelte es, sich in Berlin mit politischen Maßnahmen verstärkt für unseren Mittelstand in der Region einzusetzen. Zurück zur Übersicht aller Artikel