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CDU Neuenrade

Anstand bringt Mittelstand Erfolg



15. Juni 2009

Süderländer Volksfreund  Referent Ralf Schwarzkopf zeigt Senioren-Union sinnvollen Weg durch Krise

NEUENRADE • Wenn es um Geld geht, hört das Mitgefühl oft auf. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bekommen dies besonders die Arbeitnehmer zu spüren. Beim Monatstreffen der CDU-Senioren-Union am Montag im Restaurant Kaisergarten referierte der Lüdenscheider Unternehmer Ralf Schwarzkopf zum Thema „Mit Anstand aus der Krise".

„Nicht das System des Kapitalismus*, sondern, der Mensch hat versagt", stellte Schwarzkopf gleich zu Beginn seines Vortrags heraus und erläuterte seinen Zuhörern die Gründe der derzeitigen Krise. Alles begann, so der Referent, mit unrealistischen Hypothekenzinsen in den USA und dem Wunsch der Menschen nach einem Eigenheim und endete im Zusammenbruch der Lehman-Brother-Bank.

Schwarzkopf, seines Zeichens Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung im Märkischen Kreis sowie im Regionalverband Süd, bemängelte die ausufernden Gehälter und Abfindungen für Vorstände und Manager großer Unternehmen im In- und Ausland. Dabei führte er einige Beispiele mit horrenden Zahlen an, die bei den Zuhörern auf Staunen und Unverständnis stießen.

Der Lüdenscheider betonte, dass sich die Verhältnisse im Mittelstand völlig anders darstellten, weil ein mittelständischer Unternehmer seinen Mitarbeitern jeden Tag begegne. Er machte dabei Ehrlichkeit und Vertrauen und Achtung voreinander zur Bedingung, um im Unternehmen erfolgreich zu sein. Als Unternehmer sehe er es als seine vorrangige Aufgabe an, in der derzeitigen Wirtschaftskrise bewährte Angestellte trotz Kurzarbeit zu halten, erklärte Schwarzkopf. Sie seien gut für das Unternehmen ausgebildet und für den zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung unverzichtbar. Besonders großen Wert lege er auf die Ausbildung junger Leute, wobei es sein Bestreben sei, die Zahl der Lehrlinge zu erhöhen. Dabei denke er an den Ausspruch eines Richters in einem Managerprozess: „Seien Sie Gutsverwalter und nicht Gutsherr". Auch sei es wichtig, so der Referent, auf Hauptversammlungen der Aktionäre die Gehälter und Abfindungen der Vorstände offen zu diskutieren.

Jede unternehmerische Entscheidung sei schließlich verbunden mit der Frage nach Anstand und moralischer Vertretbarkeit, bei jedem von uns fange Anstand an. „Der anständige Mensch respektiert in Einstellung und Verhalten die Persönlichkeit des anderen und achtet darauf, dass dieser nicht bloßgestellt, gedemütigt und benachteiligt wird", betonte Schwarzkopf. Bei den anschließenden Wortmeldungen ging der Referent auf viele Fragen ein und bezog eindeutig Stellung. • pm

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