TOP

 

CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Vererben will gelernt sein



08. April 2009

SV 8.4.09 | Rechtsanwalt Mark Hantelmann gibt Tipps und Tricks zum Erbschaftssteuergesetz

NEUENRADE • „Wenn Sie eine Immobilie an ihren Ehegatten vererben, muss dieser dafür keine Steuern zahlen. Dafür verpflichtet er sich aber, zehn Jahre in diesem Haus zu wohnen. Zieht er nach neuneinhalb Jahren einfach aus, muss er die gesamten anfallenden Erbschaftssteuern nachzahlen", warnte am Montagnachmittag Mark Hantelmann die CDU-Senioren. Sie hatten den Rechtsanwalt zu ihrem monatlichen Treffen im Hotel Kaisergarten eingeladen, damit er ihnen das Erbschaftssteuergesetz ohne Juristendeutsch und schwer verständliche Phrasen etwas näher brachte.

Der Fachmann erläuterte zunächst die grundlegenden Bestimmungen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, in dem das Erbrecht geregelt ist. Laut diesem habe der Vererbende die Möglichkeit, sein Eigentum über ein Testament, ein Vermächtnis oder einen Erbvertrag seinen Nachkommen zugute kommen zu lassen.
Am 1. Januar trat das neue Erbschaftssteuergesetz in Kraft, nachdem das alte bereits 2006 für verfassungswidrig erklärt worden war. „Das neue Gesetz soll die Versteuerung von Immobilien und Kapitalvermögen auf ein mehr oder weniger gleiches Niveau bringen", so der Rechtsanwalt. Aber das tue es eben auch nur mehr oder weniger.
Gewinner dieser Reform seien ganz klar die Ehegatten und eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner, als Verlierer stünden vor allem Geschwister da. Denn obwohl für sie der Freibetrag fast verdoppelt wurde, falle eine Erbschaftssteuer von 30 Prozent an. Hantelmann nahm kein Blatt vor den Mund. Nach seiner Prognose wird es in naher Zukunft neue Verfassungsklagen geben. • isas

Zurück zur Übersicht aller Artikel