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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

CDU Reise nach Wittenberg



03. Juli 2015

Die Neuenrader CDU-Reisegruppe ist begeistert von der  Schönheit der Kunst  und Natur und der Kraft der Reformation im Nordosten Sachsen-Anhalts

Bericht von der Reise der CDU –Neuenrade nach Wittenberg (Helga Rath)

CDU SU in Wittenberg

 

Keine Metropole, sondern die Lutherstadt Wittenberg hatte Dieter Drangmeister  in diesem Jahr als Ziel für die  Neuenrader CDU-Reisegruppe ausgesucht.  Und so begaben sich  die Neuenrader, verstärkt  auch durch einige Balver, nach der langen Anreise und  einer ersten erholsamen Nacht im Hotel am zweiten Tag zunächst mit der Wittenberger Altstadtbahn auf die Spuren der Reformationsgeschichte.
Wittenberg mit den dazu gehörigen UNESCO Welterbestätten ist mehr als nur Lutherstadt. Beeindruckend die Hundertwasserschule: 1993  hatte der bekannte Künstler Hundertwasser die renovierungsbedürftige Schule in seinem typischen Design umgebaut. So besticht die Schule heute mit vielen bunten Farben und einem begrünten Dach. Am Nachmittag, während einer Stadtführung, besichtigten die Besucher die Wirkungsstätten des wortmächtigen Reformators Martin Luther. Am 31. Oktober des Jahres 1517 schlug er an die Tür des Haupteingangs der Schlosskirche seine berühmten 95 Thesen an. Eine Nachahmung der Tür mit diesen  Thesen in Bronce  deutet auf dieses historische Ereignis hin. Auch die Stadtkirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus, wo Luthers Mitstreiter Philipp Melanchthon, der Lehrer „Deutschlands“ lebte, standen auf dem Besuchsprogramm. Das  beschauliche Städtchen haben aber  vor allem auch  Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) und sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere (1515-1586), die als Renaissance Maler Weltruf erlangten, berühmt gemacht. Viele ihrer  Gemälde sind zur Zeit an verschiedenen Stätten ausgestellt.
Den Traum, den sich 1764-1800 Fürst Leopold III. Franz von Anhalt-Dessau mit dem 112 Hektar großen Wörlitzer Garten geschaffen hat, war Ziel des 3. Tages.  Dieses Gelände ist nicht nur einer der größten und frühesten Landschaftsparks auf dem europäischen Kontinent, sondern auch einer der schönsten. Der aufgeklärte Fürst, Enkel des „Alten Dessauers“, brachte von seinen Studienreisen nach England, Italien und Frankreich, in die Schweiz und nach Holland immer neue Ideen für sein „Paradies“ auf Erden“ mit. Diesen Landschaftsgarten, mit seinen Kanälen, Tempeln, Skulpturen, Grotten, Seen, Brücken, Monumenten und dem gotischen Haus, dem barocken Schloss, und den immer wieder überraschenden und genial erdachten Sichtachsen, durchwanderten die Neuenrader und krönten den Tag mit einer Gondelfahrt auf dem See, einem früheren Elbarm.

Eine Stadtrundfahrt in Dessau am vierten Tag der Reise  führte u.a. an den berühmten Bauhausbauten, dem Bundesumweltamt und dem historischen Arbeitsamt vorbei. Interessant war der Besuch des Technikmuseums Hugo Junkers. Hier liegt die Wiege der Lufthansa. Beeindruckt waren viele der Neuenrader Gruppe von der legendären   „JU 52“, die restauriert in der Ausstellungshalle zum Einsteigen einlud. Hier konnten die Besucher einen Blick ins Cockpit werfen oder auf den harten Sitzen Platz nehmen. Heutzutage würde kaum jemand mit solch einer „Klapperkiste“ fliegen wollen. Am Nachmittag lustwandelte die Reisegruppe durch das Georgium, nach den Wörlitzer Anlagen der zweitgrößte Landschaftspark, um danach am Ausflugsrestaurant Kornhaus unter bunten Sonnenschirmen mit diversen Speisen und Getränken  die vielen schönen Eindrücke zu verinnerlichen.
Am fünften Tag überraschten   Busfahrer Rainer und Reiseleiter Dieter  mit einer außerplanmäßigen Fahrt  nach  Leipzig. Dieses  Angebot nahmen alle voller Freude  an und besichtigten  in Leipzig  auf eigene Faust das,  was sie bei früheren Fahrten bereits gesehen oder auch verpasst hatten.
Der  sechste Tag, ein Sonntag,  galt  zunächst einem Gottesdienstbesuch  in der Stadtkirche St. Marien. Der Pfarrer interpretierte eindrucksvoll während seiner Predigt den dortigen  Reformationsaltar des berühmten Malers  Lucas Cranach dem Älteren. Den  Nachmittag verbrachten  die Neuenrader auf der MS Wittenberg und genossen  bei einer Panoramaschiffsfahrt die Flora und Fauna der Elbe, natürlich bei herrlichem Sonnenschein und Kaffee und Kuchen.
Abends versammelten sich alle erwartungsvoll im Restaurant des Hotels. Ein „Luthermahl“ war angekündigt. Da gab es ein Apfelschnäpslein zur Begrüßung, Bauernbrot mit Senf und Schmalz,  eine Platte vom Hofvieh (gepökeltes Jungschwein, gekochtes Rindfleisch mit Kräutersud, gebratene Hähnchenkeule mit deftigem Erbsbrei), dazu Gemüse aus Katharina von Boras (Luthers Frau) Garten: Möhren, Steckrüben, Weißkohl und Pastinaken. Der krönende Abschluss war ein Apfelteiglaibe mit Bienenhonig und Obst. Mit den begleitenden „geistigen“ Getränken wurde es ein lustiger Abend.
Am nächsten Morgen wurden die Koffer verstaut und los ging es in Richtung Heimat.   Eine wunderschöne Reise war zu Ende. Mit lobenden Worten dankten die Neuenrader ihrem Reiseleiter Dieter Drangmeister für diese beeindruckenden, aber auch geselligen  Tage und dem Busfahrer Rainer Schüttler für sein umsichtiges Fahren mit  Informationen auf der Hin- und Rückreise.


 

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