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CDU Neuenrade

Die neuen Tricks der Abzocker



04. April 2016

Misstrauen kann vor Diebstahl schützen

 

„Ich bin schwanger, haben Sie vielleicht ein Glas Wasser für mich?“ Kaum jemand würde damit rechnen, dass diese scheinbar unschuldige Begegnung an der Haustür in Diebstahl enden könnte. Um über die gängigsten Methoden der Diebe zu informieren und über Maßnahmen zur Vorbeugung aufzuklären, besuchte Kriminalhauptkommissar Frank Enser am Montag die CDU Senioren Union „Diebe sind sehr kreativ, sie können Situationen schnell einschätzen und ticken ganz anders als Normalsterbliche“, erläuterte Enser und wies darauf hin, dass schon eine für einen Moment unbeobachtete geöffnete Tür ausreicht, um dem versteckten Kompli- zen der vermeintlich Schwangeren Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Ist der Dieb erst einmal in der Wohnung, ist er in der Lage, auf Grund seiner Erfahrung schnell und gezielt Bargeld und Wertgegenstände ausfindig zu machen und an sich zu nehmen. Auch für sicher gehaltene oder vermeintlich originelle Verstecke sind den Kriminellen meist bereits bekannt. „Der Toilettenkasten, hinter der Schrankwand, in der Schmutzwäsche oder unter dem Teppich: Diese Verstecke sind nicht neu“, so Enser, „Zu empfehlen sind festge- schraubte Stahlkassetten oder Möbeltresore.“ Erwischt man einen Dieb in der Wohnung, ist eine Konfrontation der falsche Weg: „Sie wenden oft Gewalt an, um fliehen zu können“, so Enser. Um den Kriminellen gar nicht erst in die Wohnung zu lassen, rät Enser zu gesundem Misstrauen: „Fragen Sie sich: Was will der überhaupt von mir? Hören Sie auf ihr Bauchgefühl. Sie haben das Recht, niemanden in die Wohnung zu lassen. Haben Sie keine Angst, unhöflich zu wirken.“ Auch solle man immer hinterfragen, was einem an der Haustür erzählt wird: „Muss ein 23-Jähriger unbedingt bei einer 88-Jährigen im dritten Stock aufs Klo? Kommen Vertreter dieser Firma immer unaufgefordert?“ Steht ein Pol zist oder Angestellter der Stadtwerke vor der Tür, solle man sich den Ausweis zeigen lassen und im Zweifel bei dessen Dienststelle anrufen. „Nur in absoluten Ausnahmefällen müssen Sie jemanden hineinlassen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Im Zweifel machen Sie mit der Person einen Termin für ei- nen anderen Tag aus, an dem Sie nicht allein zu Hause sind“, empfiehlt Enser. Physischen Schutz an der Haustür können Türspione mit bis zu 220° Winkel, Türspaltsperren oder Kastenzusatzschlösser bieten. Als Faustregel gilt jedoch: „Lassen Sie keine Unbe- kannten in die Wohnung, wenn Sie allein sind.“

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