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CDU Neuenrade - Mit vollem Einsatz...

CDU Neuenrade

Reise der CDU Neuenrade nach Thüringen



10. Juli 2016

Thüringen, also nicht die großen Metropolen in Deutschlands Osten, hatte Reiseleiter Dieter Drangmeister für die 45. Fahrt der CDU Neuenrade ausgesucht.

Zunächst stand, auf Einladung der Familie Middendorf, Firmeninhaber der Unternehmensgruppe Muschert und Gierse, die Besichtigung des 1992 in Heiligenstadt errichteten Tochterwerks der Neuenrader Firma auf dem Reiseplan. Nach einem Stadtbummel, geführt von Irmgard Middendorf durch das Heilbad, empfing Betriebsleiter Herr Gräwingholt die Reisegruppe im Gewerbegebiet. Nachdem sich alle mit Thüringerr Bratwurst und anderen Spezialitäten gestärkt hatten, führte er gruppenweise die Neuenrader durch den Betrieb. Das Werk ist auf die Oberflächenbehandlung von Metall spezialisiert, beschäftigt 280 Mitarbeiter und beliefert vor allem die Automobilindustrie. Und so konnte beobachtet werden, wie z.B. Hunderte von BMW-Achsen von Robotern auf Gestelle gehängt und dann computergesteuert in den galvanischen Bädern behandelt wurden.
Am Spätnachmittag erreichte die Gruppe Thüringens Landeshauptstadt Erfurt, bezog dort für 6 Tage ein Hotel in Bahnhofsnähe und saß abends bei einem Thüringer Buffet noch einige Stunden gemütlich beisammen.


Am nächsten Tag stand die Erkundung Erfurts auf dem Plan. Stadtführer H.-J. Nehls führte die Gruppe durch einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands, überragt vom Mariendom und der Severinskirche mit der über 500 Jahre alten weltberühmten und klangvollen Glocke Gloriosa. Auch die Krämerbrücke wurde besichtigt. Sie ist mit ca. 125 Metern die längste, vollständig mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke in Europa und gilt wegen ihrer historischen Atmosphäre als Attraktion und eines der Wahrzeichen der thüringschen Landeshauptstadt. Beim Betrachten der alten, restaurierten Kaufmannshäuser, oft mit angeschlossener Brauerei, erfuhren die Reiseteilnehmer auch, wie die Erfurter in früheren Jahrhunderten durch die Herstellung von blauem Farbstoff aus der Waidpflanze im wahrsten Sinne des Wortes "stinkreich" geworden waren.
Die Kulturstadt Weimar war das Ziel des nächsten Tages. Fremdenführer Nehls erläuterte an verschiedenen Stellen der Stadt die Sehenswürdigkeiten und führte die Neuenrader auf den Spuren von Herder, Goethe und Schiller, die alle in Weimar gelebt und gewirkt haben. Nach einem ausgiebigen Mittagessen teilte sich die Gruppe. Eine Hälfte besuchte die Herzogin Amalia Bibliothek, die noch immer unter den Folgen der Brandkatastrophe von 2004 leidet. Feuer und Löschwasser beschädigten den Buchbestand. Da werden die Restauratoren noch lange beschäftigt sein. Der Bau selbst ist gerettet und dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist der Wiederaufbau gelungen. So wurde z.B. in die fantastische Rokoko-Treppe jedes gerettete Holzstück mit eingepasst.
Diejenigen, die die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald besuchten, waren bei der Rückfahrt noch lange in Schweigen gehüllt, um die schrecklichen Eindrücke der Geschehnisse von damals zu verarbeiten.
Ziel des nächsten Tages war die Residenzstadt Gotha. Schloss Friedenstein, wo fast alle großen Monarchien Europas gemeinsame Wurzeln haben, lässt wie nur wenige andere Schlösser oder Museen vergangene Jahrhunderte lebendig werden. Das erfuhren die Neuenrader bei der Besichtigung der vielfältigen historischen Gemächer, dem barocken Ekhof-Theater und der Schlosskirche. Die Zeit reichte nicht, um auch die einzigartigen Sammlungen zu Kunst, Natur und Geschichte zu studieren, denn auch eine Stadtführung stand noch auf dem Programm, bevor es nach einer Mittagspause ins Deutsche Versicherungsmuseum Arnoldi ging. Hier in dem prächtigen Gebäude, einst Sitz der Gothaer Lebensversicherungsbank, erinnern historische Dokumente, Fotos und Feuerversicherungsschilder daran, wie der Kaufmannssohn Ernst Wilhelm Arnoldi (1778-1841) das Versicherungswesen im 19. Jahrhundert professionalisierte. Die Museumsführer erläuterten den Besuchern anschaulich den Werdegang der Versicherungen.
Der Höhepunkt des Tages aber war die Aufführung des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar in der Redoute Weimar. Hier erlebten die Neuenrader eine moderne Inszenierung des Musicals „My Fair Lady“ mit hervorragenden Schauspielern, Sängern und Musikern.
Der Samstag war dann ein freier Tag. Nun konnte jeder auf eigene Faust Erfurt erkunden. Am Abend traf sich die Gruppe wieder im Kabarett „Das Lachgeschoss“. „Männer muss man mögen“ titelte die Vorstellung. Und alle Frauen, aber auch die mitgereisten Männer, waren am Schluss dieser Meinung. Das Fußballspiel mit dem abschließenden Elfmeterkrimi unserer Nationalmannschaft zu später Stunde, erlebte die Reisegruppe mit Hochstimmung in der Hotelbar.
Am Sonntagmorgen besuchten einige Mitreisende die evangelischen und katholischen Gottesdienste in den Kirchen Erfurts. Nachmittags lustwandelten die Neuenrader in dem prächtigen Rosengarten in Bad Langensalza. Der Wettergott, der in all den Tagen wunderschönes Wetter beschert hatte, war auch an diesem Tage, nach nur einem kurzen Schauer, den Ausflüglern gnädig.
Abends versammelte sich die Gruppe in einem urigen Keller in Erfurt zum gemütlichen Ausklang der Reise .
Erschöpft von den vielen Erlebnissen, aber gut gelaunt, kam die Truppe am nächsten Tag wieder in Neuenrade an. Vorher zollte im Namen aller Mitreisenden ein Teilnehmer "unserem Dieter" ein dickes Lob. Wieder einmal hatte er ein vielseitiges und wohl durchdachtes Programm zusammengestellt. Mit viel Applaus wurde ihm gedankt. Dabei wurden aber auch der Busfahrer Apostolos und die Damen, die bei der Betreuung im Bus assistiert hatten, nicht vergessen.
Wie gut es allen gefallen hat, zeigt die übervolle Anmeldeliste für die Reise im nächsten Jahr. Dann aber wird es in der Zeit vom 13.06. bis 19.06. wieder mal nach Berlin gehen.

 

Bericht für die Presse von der Reise der CDU Neuenrade nach Thüringen (28.06. bis 04.07.2016) von Helga Rath

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